Unser Anspruch …

Unser Anspruch ist die hochwertige und nachhaltige Gestaltung individueller notarieller Leistungen. Dabei spielt die Verbindung traditioneller Werte mit moderner Umsetzungstechnik für uns eine zentrale Rolle.

Wir haben für Sie alle notariellen Dienstleistungen im Fokus. Einen besonderen Schwerpunkt setzen wir im Bereich der Nachfolgeplanung, sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich.

Notare

Jens-Oliver Müller

Rechtsanwalt und Notar Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht Fachanwalt für Informationstechnologierecht

MEHR

Geboren 1966 in Herborn. Studium der Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg. Daneben Tätigkeit als freier Journalist. Anschließend Leiter des Pressereferates im Thüringer Justizministerium. Studium der Verwaltungswissenschaften in Speyer. Seit 1997 Rechtsanwalt. 2001 bis 2003 Notariatsverwalter in Wetzlar. Seit 2006 Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht. Seit 2008 Fachanwalt für Informationstechnologierecht (IT-Recht). Seit 2013 Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) – Studium Plus für Wirtschafts- und Technologierecht.

Seit 2010 Notar, zunächst mit Amtssitz in Hüttenberg und seit 2020 mit Amtssitz in Wetzlar. 

Aufsichtsratsvorsitzender der Intos Electronic AG. Vorstand der Johannes-Hammer-Stiftung.

Dr. Natalie Löw

Rechtsanwältin und Notarin Fachanwältin für Informationstechnologierecht Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht

MEHR

Geboren 1974 in Wetzlar. Studium der Rechtswissenschaften und der Musik an der Justus- Liebig-Universität Gießen. Einjähriges Studium an der Law School der University of Warwick (UK). Studienbegleitende Nebentätigkeit als freie Journalistin und Gesangslehrerin. 1998 Erwerb des Certificate in English Law. Referendariat in Limburg, Weilburg und Wetzlar. 2009 Promotion zum Dr. iur.: Der Schutz ausübender Künstler bei musikalischen Darbietungen im deutschen und englischen Recht. Seit 2010 Fachanwältin für Informationstechnologierecht und Mitglied der DAVIT (ARGE Informationstechnologierecht im Deutschen Anwaltverein). Seit 2012 Lehrbeauftragte an der Technischen Hochschule Mittelhessen (Studium Plus), Wetzlar, für rechtliches Prozessmanagement und Patentwesen (Master). Seit 2013 Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht. Von 2006 – 2020 Rechtsanwältin bei Kleymann, Karpenstein & Partner mbB (seit 2012 Partnerin) mit Spezialisierung im Wirtschaftsvertragsrecht mit Schwerpunkt im Recht des geistigen Eigentums und des IT-Rechts. Seit 2021 bei Müller Löw Rechtsanwälte und Notare PartG.

Seit 2017 Notarin mit Amtssitz in Wetzlar. 

 

Leistungen

In Deutschland gibt es zwei Notarformen: Den hauptberuflichen („Nur“) Notar und den Anwaltsnotar. Hessen hat sich für den Anwaltsnotar entschieden, der sein Amt neben dem Beruf als Rechtsanwalt ausübt. 

Für alle Notarformen gelten die gleichen Pflichten; ihre Tätigkeit unterliegt dem gleichen Selbstverständnis und die Kosten und Gebühren für notarielle Tätigkeiten sind deutschlandweit einheitlich. 

Um eine Interessenkollision zwischen notarieller und Anwaltstätigkeit zu vermeiden, unterliegt der Anwaltsnotar weitreichenden Mitwirkungsverboten. Er muss notarielle Tätigkeiten ablehnen, wenn er selbst oder ein mit ihm zur Berufsausübung verbundener Kollege (Steuerberater oder Rechtsanwalt) in derselben Angelegenheit bereits tätig war. 

Unser Fokus auf notarielle Dienstleistungen schließt eine Interessenkollision nahezu aus. Sie können jederzeit auf unsere neutrale und objektive Stellung vertrauen. 

Unternehmen
Privatperson

Sie dürfen bei uns eine vertrauensvolle Atmosphäre und auf Sie zugeschnittene Lösungen erwarten. Sie müssen sich nicht unseren Standards unterordnen. Vielmehr passen sich unsere Leistungen Ihren Wünschen und Bedürfnissen an. Die wichtigste Grundlage unserer Zusammenarbeit ist daher unsere Kommunikation. Hierbei wählen Sie die für Sie pragmatischste Form: per E-Mail, Video Conference, Telefon oder in einem persönlichen Gespräch.

Als Unternehmer ist Ihnen Effizienz wichtig. Sie dürfen von uns flexible und nachhaltige Lösungen und eine schnelle Abwicklung erwarten. Wir stehen für professionelle und pragmatische Effizienz. 

Wir begleiten Sie bei der Gründung, Verkauf, Gesellschafterversammlungen, Umwandlungen und beim Thema Unternehmensnachfolge. Wir sorgen für den reibungslosen Kauf bzw. Verkauf Ihrer Gewerbeimmobilie, begleiten die Realteilung von Grundstücken ebenso wie die Aufteilung in Wohnungs- oder Teileigentum. 

Immobilien

Die Beurkundung von Verträgen im Immobilienrecht gehört zu den Kernkompetenzen eines Notars. Beratung, Gestaltung und Vollzug ist in den notariellen Beurkundungsgebühren enthalten.

Unsere Leistungen umfassen die Veräußerung von Immobilien jeder Art ebenso wie die Teilung oder Belastung von Grundbesitz, z.B. mit Dienstbarkeiten oder Grundschulden.

Wir begleiten Ihr ganz persönliches Immobilienprojekt. Dabei haben wir Bauträgerprojekte ebenso im Fokus wie Übertragungen innerhalb der Familie. Selbstverständlich tragen wir Sorge für eine reibungslose Abwicklung und die Absicherung beider Seiten vor ungesicherten Vorleistungen.

Aufteilung in WEG

Die Motive für die Aufteilung in Wohnungseigentum sind vielfältig. Gerade im städtischen Bereich sind freie Grundstücke rar, so dass es sich anbieten kann, Bestandsimmobilien aufzustocken und in Eigentumswohnungen aufzuteilen. Das so gebildete Wohnungseigentum kann dann gesondert verwertet werden.

Auch innerhalb der Familie kann eine Aufteilung sinnvoll sein, etwa wenn Sie jedem Ihrer Kinder eine eigene Wohnung zukommen lassen möchten.

Grundschulden

Nutzen Sie Ihre Immobilie zur Absicherung von Darlehensforderungen. Wer Immobilien kauft, wird den Kaufpreis häufig finanzieren. Als Sicherheit verlangen die meisten Finanzierungsgläubiger die Eintragung einer Sicherungsgrundschuld im Grundbuch. Sollten Sie mit der Rückzahlung der gesicherten Darlehensraten ausfallen, hat die Bank so die Möglichkeit die Immobilie im Wege der Zwangsversteigerung zu verwerten. 

Auch nach vollständiger Tilgung des Darlehens müssen Sie solche Grundschulden im Grundbuch nicht löschen lassen. Sie können Sie bei Bedarf jederzeit wieder als Sicherungsmittel für einen neuen Darlehensvertrag nutzen, z.B. wenn Sie eine größeres Sanierungsprojekt angehen wollen. 

Gesellschaften

Die notarielle Begleitung gesellschaftsrechtlicher Vorgänge erfordert neben einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein und Erfahrung auch ein Gespür für die unternehmerische Motivation und eine gute und offene Kommunikation mit Steuerberatern.

Wir unterstützen Sie von der Gründung bis zum Aufbau einer Konzernstruktur. Zu unseren Kernthemen gehören: 

  • Gestaltung von Gesellschaftsverträgen

  • Kapitalmaßnahmen

  • Anteilskauf (Share Deal)

  • Kauf von Wirtschaftsgütern (Asset Deal) 

  • Umwandlungen 

  • Anmeldungen zu Handels-, Partnerschafts- und Vereinsregister

Gründung

Eines der wichtigsten Themen bei der Gründung ist die Frage, in welcher Rechtsform Sie künftig gewerblich tätig werden wollen. Soll es eine Personengesellschaft sein oder doch eher eine Kapitalgesellschaft? Wir beraten Sie zu den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Rechtsformen, insbesondere zu Haftungsthemen, Gründungsaufwand und Vertretungsfragen und geben Ihnen so eine Entscheidungshilfe für den Start in die unternehmerische Zukunft. 

Handelsregister

Das Handelsregister hat die Aufgabe, bestimmte für den Rechtsverkehr wichtige Unternehmensinformationen öffentlich zugänglich zu machen. So ergibt sich aus dem Handelsregister zum Beispiel der Sitz einer Gesellschaft und welche Personen zur Vertretung berechtigt sind. 

Unternehmen sind verpflichtet, wesentliche Änderungen wie z.B. ein Wechsel in der Geschäftsführung, die Erteilung oder der Widerruf einer Prokura, die Änderung der Firma, eine Sitzverlegung oder Änderung der Geschäftsanschrift, die Errichtung von Zweigniederlassungen oder die Änderung im Gesellschafterbestand zum Handelsregister anzumelden. 

Eine solche Anmeldung bedarf in der Regel der notariellen Beglaubigung und er anschließenden elektronischen Übermittlung an das Handelsregister durch den Notar. Wir unterstützen Sie, indem wir den Text der Anmeldung entwerfen und den korrekten Vollzug im Handelsregister überwachen. 

Firma

Die Firmierung Ihres Unternehmens spielt für die Unterscheidungskraft im Markt eine wichtige Rolle. Bei der Namensfindung gibt es einiges zu beachten. Zum einen ist nicht jede Bezeichnung als Firma eintragungsfähig. Zum anderen sollten Sie sich vorab über ähnliche bestehende Firmen- oder Markenrechte informieren. Besteht Verwechslungsgefahr im Sinne des Markengesetzes, muss die Firma geändert werden. Gravierender als die Umstellungskosten kann dabei der Imageverlust sein, der mit der Änderung einer im Markt gut positionierten Firma einhergeht. 

Verkauf eines Unternehmens

Möchte Ihr Unternehmen neue Anteilseigner aufnehmen, etwa um Investoren zu beteiligen oder eine geplante Unternehmensnachfolge einzuleiten, bedarf der Anteilskaufvertrag bei Kapitalgesellschaften wie z.B. der GmbH zwingend der notariellen Beurkundung. Auch bei Personengesellschaften wie OHG oder KG empfiehlt sich eine Beurkundung zu Beweiszwecken, auch wenn sie nicht zwingend vorgeschrieben ist. 

Umwandlung

Der Werdegang eines Unternehmens ist in aller Regel nicht durch Stillstand geprägt. Verändern sich aber die rechtlichen oder tatsächlichen Verhältnisse im Laufe der Zeit, kann das Bedürfnis nach einer Umstrukturierung aufkommen. Häufig sind auch steuerliche Gründe der motivierende Faktor. 

Wir begleiten Sie bei allen Maßnahmen nach dem Umwandlungsgesetz, insbesondere bei folgenden Vorgängen:

  • Verschmelzung

  • Spaltung (Aufspaltung, Abspaltung, Ausgliederung)

  • Vermögensübertragung

  • Formwechsel

Unternehmensnachfolge

Wer seinen Betrieb erfolgreich aufgebaut hat, möchte den Erfolg meist auch über einen Generationenwechsel hinaus gesichert wissen.

Schon die Suche nach einem geeigneten Nachfolger gestaltet sich mitunter schwierig. Ist er gefunden, muss die steueroptimierte Strategie für die Übergabe gefunden werden.

Typische Themen im Vorfeld einer schrittweisen Unternehmensübergabe sind

  • Umstrukturierungsmaßnahmen,

  • Anpassung des Gesellschaftsvertrages,

  • Eheverträge und Scheidungsfolgenvereinbarung

  • Testamentarische Verfügungen.

Mit diesen Themen sollte sich ein Unternehmer übrigens auch vor dem Hintergrund eines plötzlichen Versterbens beschäftigen.

Ehevertrag

Mit dem Tag der standesamtlichen Trauung gelten für die Ehe die gesetzlichen Regelungen, insbesondere also der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Für die Eheleute bedeutet das im Falle der Scheidung der Ehe, dass das während der Ehe erworbene Vermögen, hälftig zu teilen ist. Darunter fallen auch Wertzuwächse von Immobilien, Bankguthaben oder Geschäftsanteilen, die schon vor der Ehe im Eigentum nur eines Ehegatten standen. Ist in solchen Fällen nicht ausreichend Barguthaben vorhanden, um den Wertzuwachs auszugleichen, kann der ausgleichungspflichtige Ehepartner leicht in finanzielle Nöte geraten. Während eine Immobilie noch veräußert werden kann, ist das bei Geschäftsanteilen, die als Erwerbsgrundlage dienen, nicht ohne weiteres möglich. Ähnliche Risiken können im Erbfall auftreten. 

In solchen Konstellationen können die Ehegatten durch einen notariellen Ehevertrag eine Modifizierung des gesetzlichen Güterstandes der Zugewinngemeinschaft vereinbaren, indem sie bestimmte Vermögensgegenstände vom Zugewinnausgleich ausschließen. Typische weitere Inhalte eines Ehevertrages sind die Wahl eines anderen Güterstandes (Gütergemeinschaft, Deutsch-Französischer Wahlgüterstand, Gütertrennung) oder Unterhaltsregelungen für den Fall der Scheidung. 

Scheidungsfolgenvereinbarung

Eine Scheidungsfolgenvereinbarung (auch Trennungsvereinbarung) ist eine besondere Art des Ehevertrages. Im Gegensatz zum „klassisch“ vorsorgenden Ehevertrag konzentriert sie sich auf die Regelung der Trennungsphase und der Zeit nach der Ehescheidung.

Je nach Motivation der Beteiligten können die Inhalte sehr unterschiedlich sein. So kann eine sehr umfassende Scheidungsfolgenvereinbarung neben den Themen Trennungs-, Scheidungs- und Kindesunterhalt, auch den Versorgungsausgleich, den Zugewinnausgleich und gegebenenfalls die Übertragung von Immobilien sowie die Verteilung des Hausrats beinhalten.

Wie der vorsorgende Ehevertrag bedarf die Scheidungsfolgenvereinbarung der notariellen Beurkundung. Fällt es den Beteiligten jedoch schwer, gemeinsam vor dem Notar zu erscheinen, ist grundsätzlich auch eine Stellvertretung mit anschließender Genehmigung oder eine vorherige Bevollmächtigung möglich.

Erben

Viele Menschen beschäftigen sich früher oder später mit der Frage, ob Ihre nächsten Angehörigen im Todesfall abgesichert sind. Dabei steht mal die finanzielle Absicherung des Ehepartners oder Lebensgefährten im Fokus, mal die Versorgung der Kinder, ein wieder anderes Mal – insbesondere in Patchwork-Konstellationen – die Gleich- oder auch gewollte Ungleichbehandlung der (Stief-)Kinder oder das Vermeiden von Erbschaftssteuer. Gehören zum Vermögen Geschäftsanteile oder ein Einzelunternehmen, kann auch das eine starke Motivation dafür sein, die Erbfolge abweichend vom gesetzlichen Regelfall selbst zu gestalten. 

Testamente können Sie kostenfrei handschriftlich errichten. Der Nachteil des handschriftlichen Testaments liegt auf der Hand: Ein laienhaft formuliertes Testament ist häufig vom Wortlaut her auslegungsbedürftig. Das bedeutet, dass letztlich später ein Dritter beurteilt, was der Erblasser zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung wohl gemeint hat. Auch fehlt die qualifizierte Beratung, die mit Ihnen gemeinsam die optimale Gestaltung für Ihre individuelle Situation entwickelt. Diese kann mitunter auch zu dem Ergebnis führen, dass kein Testament erforderlich ist. Nicht zuletzt sparen Sie selbst im Vergleich zum notariellen Testament zwar etwas, nicht aber Ihre Erben. Denn diese benötigen in den meisten Fällen später einen Erbschein, dessen Antrag mit ähnlich hohen Kosten einhergeht wie ein notarielle Testament. 

 

Schenkung zu Lebzeiten

Nicht immer ist es sinnvoll, die Vermögensnachfolge auf die Zeit nach dem Tod zu verlagern. Insbesondere dann, wenn der spätere Nachlasswert die Steuerfreigrenzen der Erben überschreiten könnte, ist es sinnvoll, sich gedanklich mit einer lebzeitigen Übertragung von Vermögenswerten zu beschäftigen.    

Stehen Immobilien im Eigentum nur eines Ehegatten und hat dieser auch insgesamt mehr Vermögen zu vererben, kann z.B. eine (hälftige) Übertragung des Grundbesitzes an den anderen Ehegatten sinnvoll sein. In anderen Fällen kann es sich auch anbieten, Immobilienvermögen bereits zu Lebzeiten auf Kinder zu übertragen, um Freibeträge mehrfach ausnutzen zu können.  

Die Entscheidung, bereits zu Lebzeiten Vermögen an Ehegatten oder Kinder zu transferieren, ist immer sehr persönlich und will gut überlegt sein, denn der Schenkungsgegenstand wird dem Veräußerer dauerhaft entzogen. Aufgabe des Notars ist es daher, zunächst die Motivlage der Beteiligten herauszuarbeiten, die Vor- und Nachteile der lebzeitigen Übertragung  zu erläutern und mit den Beteiligten mögliche Sicherungen zu erörtern. So sichert der Vorbehalt von  Rückübertragungs-, Nießbrauchs- oder Wohnungsrechten den Veräußerer vielleicht zu seiner Zufriedenheit ab. Dennoch sollte auch der Einfluss solcher Vorbehalte auf den Wert der Schenkung  in der Abwägung berücksichtigt werden.

Neben Nutzungsvorbehalten lassen sich auch Herauszahlungsverpflichtungen an weichende Geschwister oder Pflegeverpflichtungen vereinbaren. Letztlich sind der Fantasie bei der Gestaltung nahezu keine Grenzen gesetzt.

Patientenverfügung

Die Patientenverfügung regelt, wann und unter welchen Bedingungen Maschinen abgestellt und lebensrettende oder -erhaltende Maßnahmen unterlassen werden sollen. 

Sie ist Ausdruck Ihres grundrechtlich verankerten Selbstbestimmungsrechts. Sie geben Ihren Ärzten bereits heute die Anweisung, Sie unter bestimmten Umständen nicht bzw. nicht weiter zu behandeln. Außerdem geben Sie Ihren Angehörigen einen Leitfaden an die Hand, um in einer späteren Krisensituation (leichter) zu einer Entscheidung finden zu können. 

Ärzte sind verpflichtet, Leben zu retten. Jede Form von Sterbehilfe hat für sie strafrechtliche Konsequenzen. Es ist daher verständlich, dass ärztliches Personal eine Patientenverfügung nur dann beachten wird, wenn die Formulierungen klar strukturiert und eindeutig sind. Zudem muss der Arzt zweifelsfrei erkennen können, dass die vollständige Erklärung auch tatsächlich von dem Patienten stammt und dass der Patient zum Zeitpunkt der Erklärung noch „klar bei Verstand“, also geschäftsfähig war. Es gibt grundsätzlich keine Formvorschriften für Patientenverfügungen. 

Allerdings wird die Wirksamkeit privatschriftlicher Verfügungen immer wieder mit folgenden Argumenten angezweifelt: 

  • Aus der Erklärung geht nicht eindeutig hervor, was der Patient will;

  • Die Erklärung ist zwar eigenhändig unterschrieben, die Unterschrift wurde aber nicht beglaubigt, so dass der Nachweis über die Identität des Unterzeichners fehlt; 

  • Die Erklärung besteht aus mehreren Seiten, die nicht fest miteinander verbunden sind. Es könnten also Seiten ausgetauscht worden sein;

  • Die Erklärung ist zwar mit einer Unterschriftsbeglaubigung versehen, es lässt sich aber nicht nachvollziehen, ob der Patient noch geschäftsfähig war als er die Erklärung abgegeben hat. 

Aus den genannten Gründen empfehlen wir eine notarielle Beurkundung, nachdem Sie den Entwurf mit dem Arzt Ihres Vertrauens besprochen haben. Da Notare die Geschäftsfähigkeit der Beteiligten bei der Beurkundung prüfen, ist die Akzeptanz notarieller Patientenverfügungen nach wie vor sehr hoch. 

Vorsorgevollmacht

Die Vorsorgevollmacht regelt, dass eine andere Person Sie im Rechtverkehr vertreten darf. Die Vollmacht soll Ihre Handlungsmöglichkeiten erhalten, auch wenn Sie selbst nicht mehr handlungs- oder geschäftsfähig sind. 

Die klassische Vorsorgevollmacht ist als Generalvollmacht ausgestaltet. Der Bevollmächtigte wird zur Vertretung in allen rechtlich zulässigen Angelegenheiten berechtigt, sowohl in vermögensrechtlichen als auch in gesundheitlichen Belangen. Die Motivation zur Erteilung einer Vorsorgevollmacht ist häufig der Wunsch nach Absicherung. In einer Lebenssituation, in der man selbst aufgrund einer schweren Krankheit insbesondere wegen Geschäftsunfähigkeit (z.B. bei Demenzerkrankung) nicht mehr selbst handeln kann, soll sich eine Vertrauensperson um mich und meine Belange kümmern dürfen. 

Damit dem Vollmachtgeber später nicht unterstellt werden kann, er habe an den einen oder anderen Punkt nicht gedacht und deshalb erstrecke sich die Vollmacht nicht darauf, ist es ratsam, die einzelnen Geltungsbereiche beispielhaft konkret zu benennen. Im vermögensrechtlichen Bereich wird zum Beispiel häufig das Recht zum Abschluss diverser Vertragsarten (Kauf, Miete, Pflegeheim) über Bankgeschäfte bis zum Recht zur Entgegennahme von Post und Paketsendungen aufgeführt. Im gesundheitlichen Bereich wird etwa die Entscheidung über die Durchführung bestimmter ärztlicher Maßnahmen (auch Zwangsmaßnahmen wie Bettgitter) und das Aufenthaltsbestimmungsrecht (z. B. zur Verbringung in ein Hospiz) geregelt. Auch Einschränkungen der Vollmacht sind natürlich möglich. Zum Beispiel kann der Verkauf der eigenen Wohnimmobilie ausgenommen werden. Allerdrings sollten solche Ausnahmen sehr sorgfältig bedacht werden. Das Gleiche gilt für Bedingungen. Jede Bedingung, die Sie an die Vorsorgevollmacht knüpfen, hat zur Folge, dass ein Dritter (also z. B. der Banksachbearbeiter), demgegenüber die Vollmacht verwendet werden soll, prüfen muss, ob die Bedingung auch eingetreten ist. Zahlreiche im Internet zu findende Muster arbeiten mit solchen (versteckten) Bedingungen. 

Sie können in einer Vorsorgevollmacht mehrere Bevollmächtigte einsetzen und bei Bedarf auch ein Rangverhältnis unter ihnen bestimmen. So werden häufig vorrangig der (Ehe-/Lebens-) Partner und nachrangig die gemeinsamen Kinder oder auch Geschwister eingesetzt. 

Auch die Vorsorgevollmacht ist per se nicht formbedürftig. Sollen allerdings Grundstücksgeschäfte vollumfänglich möglich sein und Entscheidungen über Zwangsmaßnahmen getroffen werden können, sollten Sie sich für eine notarielle Beurkundung entscheiden. Neben der Beratung und der Fehlervermeidung bei der Gestaltung ist ein weiterer entscheidender Vorteil, dass der Notar bei der Beurkundung die Geschäftsfähigkeit prüft und feststellt. 

Betreuungsverfügung

Die Betreuungsverfügung regelt, wer vom Gericht als Ihr Betreuer eingesetzt werden soll, falls eine Betreuung notwendig werden sollte.

Es gibt Fälle, in denen das Gesetz höchstpersönliches Handeln verlangt und eine rechtsgeschäftliche Stellvertretung ausgeschlossen ist. Das kann beispielsweise bei der Abgabe von eidesstattlichen Versicherungen, Steuererklärungen oder Erbverzichtsverträgen der Fall sein. In solchen Fällen bedarf es gegebenenfalls - auch beim Vorliegen einer Vorsorgevollmacht – der Anordnung einer gerichtlichen Betreuung und der Bestellung eines Betreuers. Über eine Betreuungsverfügung haben Sie die Möglichkeit, auf die Person des eingesetzten Betreuers Einfluss zu nehmen. Das Betreuungsgericht muss Ihre Verfügung beachten und darf keine andere Person als Betreuer einsetzen, vorausgesetzt die vorgesehene Person ist auch willens und in der Lage die Aufgabe zu übernehmen. 

Beglaubigungen

Wir beglaubigen die Echtheit Ihrer Dokumente oder Ihrer Unterschrift und bei Bedarf auch von Handzeichen. Kurzfristig und unkompliziert. Bei Auslandsbezug kümmern wir uns erforderlichenfalls um die Einholung von Apostille und Legalisation. 

Internationale Bezüge

Wir beglaubigen Abschriften von Dokumente in allen Sprachen, ebenso Ihre Unterschrift unter solche Dokumente. 

Beurkundungen führen wir in Deutscher oder Englischer Sprache oder zweisprachig durch. 

Sprechen Sie weder Deutsch noch Englisch müssen Beurkundungen unter Hinzuziehung eines Dolmetschers stattfinden. Der Dolmetscher kann von Seiten der Beteiligten hinzugezogen werden, darf jedoch nicht in direkter Linie mit den Beteiligten verwandt sein. 

Wenn Sie dies wünschen, unterstützen wir Sie gerne bei der Suche nach einem geeigneten Dolmetscher oder Übersetzungsbüro. 

Team

Andrea Jakob

Sabine Hilgarth

Daniela Jung

Anna Strack

Standort

Sie finden uns in der Sparkassenpassage in Wetzlar. Diese verbindet den Karl-Kellner-Ring mit der Seibertstraße.

Unsere postalische Anschrift lautet:
Karl-Kellner-Ring 23
35576 Wetzlar. 

Navigation
Geben Sie in Ihr Navigationsgerät die Adresse der Sparkasse Wetzlar ein:
Seibertstraße 10
35576 Wetzlar.
Dort finden Sie ausreichende Parkmöglichkeiten. Der Zugang zur Sparkassenpassage und zu unserer Geschäftsstelle liegt gegenüber der Sparkasse.

Parken
In der Seibertstraße befinden sich in unmittelbarer Nähe zu unserem Büro zahlreiche kostenlose Kurzzeitparkplätze.

Zusätzlich können Sie den Parkplatz der Sparkasse Wetzlar (Hauptstelle) kostenlos nutzen. Die Einfahrt in der Seibertstraße ist mit der Bank- oder Girokarte eines beliebigen Bankinstituts möglich. Nach Ihrem Termin erhalten Sie von uns einen Chip für die Ausfahrt. 

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